Naturfotografie – Teil 01 – Einführung in die Naturfotografie

Hier ein kurzer Überblick über die einzelnen Tutorials der Serie zur Naturfotografie von Ingo Seehafer:

01 – Einführung in die Naturfotografie
02 – Equipment
03 – Aufnahmetechnik
04 – Bildgestaltung
05 – Sehen lernen
06 – Landschaft
07 – Pflanzen
08 – Tiere
09 – Die Arbeit danach (und zwischendurch)

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Die digitale Naturfotografie eröffnet uns Fotografen eine Menge neuer, faszinierender Möglichkeiten.

Von der schnellen Bildbewertung über den Crop-Faktor („Verlängerungsfaktor“) bis hin zur Kamerafernauslösung ist unserer Kreativität ein neues Tor geöffnet worden. Natürlich gelten auch weiterhin alle Bildgestaltungs- und Belichtungsregeln, allerdings mit einigen feinen Unterschieden zur analogen Fotografie. All dies werden wir in der Tutorialserie „Naturfotografie“ besprechen.

Und das Wichtigste: unsere Motive! Tiere, Pflanzen und Landschaften werden einen großen Raum einnehmen. Denn ohne sie gibt es keine Naturfotografie.

Teil 01 – Einführung in die Naturfotografie

Naturfotografie gehört sicher zu den spannendsten und abwechslungsreichsten Sparten der Fotografie. Hier wird einem alles abverlangt: Geduld, Schnelligkeit, technische Kenntnisse, Jagdinstinkt, Ortskenntnisse, weitgehende körperliche Fitness, Reiselust und mit Abstand das Wichtigste: Kenntnisse über Tiere und Pflanzen.

Dabei ist der letzte Aspekt sicherlich das größte Manko der meisten angehenden Naturfotografen. Selbst in der Schule werden den Kindern nicht einmal die einfachsten Techniken zur Bestimmung eines Vogels oder einer Pflanze beigebracht. Im Durchschnitt kennen bayerische Schüler nur 4 der 12 häufigsten Vogelarten; 7,4% der Schüler kennen überhaupt keinen der 12 häufigsten Vögel! (Quelle: Studie der Fachhochschule Weihenstephan mit 3.228 befragten Schülern). So bleibt uns Naturfotografen nur die Möglichkeit, entweder Biologie bzw. Zoologie zu studieren oder uns autodidaktisch alles Wissenswerte beizubringen. Wobei sicherlich 90% der Naturfotografen Autodidakten sind. Zudem macht es ja auch viel Spaß, ohne Kamera eine Mönchsgrasmücke oder einen Klatschmohn zu bestimmen. (Literaturangaben zu Bestimmungsbüchern finden Sie in Teil 1.7).

Ich will damit aber auch nicht sagen, dass jemand, dem es völlig egal ist, ob der Schmetterling auf seiner Speicherkarte ein Tagpfauenauge oder ein Schwalbenschwanz ist, keine guten Bilder machen kann. Dies ist ja auch gerade der Vorteil unserer Naturfotografie. Im Gegensatz zur Akt-, Fashion- oder Sportfotografie steht die Naturfotografie glücklicherweise jedermann/-frau offen.

Dennoch finde ich es zum einen wichtig, meinen Zuschauern den richtigen Artnamen eines Tieres zu nennen. Zum anderen wird sich nur dann ein dauerhafter fotografischer (und wenn gewollt auch ein finanzieller) Erfolg in der Naturfotografie einstellen, wenn der Fotograf das Verhalten eines Tieres genau kennt und vorhersagen kann, wann es wo und zu welchem Zeitpunkt anzutreffen ist oder wann und wo er eine Spitzorchis findet.

In diesem Tutorial werde ich versuchen, diesen Punkt, der in fast allen Naturfotolehrbüchern zu kurz kommt, des öfteren anzusprechen. Denn immer wieder höre ich, selbst auf Vorträgen von semiprofessionellen Naturfotografen, wie überrascht diese sind, wenn sie nach einem Tag der Nestfotografie am folgenden Tag das gestern noch intakte Nest geplündert vorfinden. Dabei ist die Erklärung des Nestraubes ganz einfach: Wir Menschen sind für wild lebende Raubtiere und Vögel (wie Fuchs, Wolf oder Krähen) schon seit Jahrhunderten eine relativ sichere Quelle, wenn es um das Thema Nahrung geht. Und damit meine ich nicht den Menschen als Nahrungsquelle, sondern das, was der Mensch an den Orten hinterlässt, an denen er sich aufhält. Früher waren es vor allem die Waldarbeiter, die mal einen Krumen Brot, mal eine Wurstpelle, mal einen Knochen im Wald liegen ließen. Nun haben die Raubtiere, allen voran der Fuchs, im Laufe der Jahre gelernt, wenn sie der Spur eines Menschen folgen, dass dann die Möglichkeit besteht, etwas Essbares zu finden. Ein Fuchs geht wochenlang immer wieder den gleichen Weg, wenn er dort einmal etwas zu fressen gefunden hat. Heute sind aus den Waldarbeitern Naturfotografen geworden. Stundenlang halten wir uns vor einem Nest auf und lassen dort viele gut duftende Spuren zurück und präsentieren damit dem Nesträuber ein lohnendes Nachtmahl.

Dies ist einer der Gründe, weswegen Nestfotografie so arg umstritten ist. Nur wer sich wirklich sehr genau mit dem Verhalten von Tieren auskennt, sollte sich an dieses heikle Thema heranwagen.

1.1 Lust

Aber die Nestfotografie ist in den allermeisten Fällen (zum Glück) gar nicht nötig, um zu guten und spektakulären Fotos zu gelangen.

Schon mit einer digitalen Kompaktkamera (Bild 1) lassen sich schöne Naturaufnahmen machen. Und eine Kompaktkamera hat mittlerweile beinahe jeder an seinem Handy. Ich habe schon sehr aussagekräftige Landschaftsaufnahmen und auch Tieraufnahmen gesehen, die „mal eben so“ entstanden sind.

Bild 1: Glück muss man haben! So nahe an ein wild lebendes Tier (hier ein Wiedehopf) zu kommen, gehört zu den schönsten Erlebnissen, die wir in der Natur haben können. Da braucht doch niemand mehr eine Spiegelreflexkamera!

Mit einer Bridgekamera sind tatsächlich schon semiprofessionelle Bilder möglich. Und wer die für die Naturfotografie obligatorische Spiegelreflexkamera sein Eigen nennt, dem stehen Tür und Tor offen für beinahe jede Art von Tier- und Pflanzenaufnahmen.

Erste Erfolgserlebnisse lassen sich besonders schnell im Makrobereich realisieren (in Teil 7 und 8 – Pflanzen und Tiere – gehe ich ausführlich auf diesen Bereich der Naturfotografie ein). Jeder hat bei sich zu Hause oder vor der Haustür Pflanzen (Bild 2). Hier steht schon eine Fülle von Motiven zur Übung bereit. Zum einen die Pflanzen selbst mit (wenn vorhanden) ihren Blüten. Und vor der Türe Insekten, die wir besonders gut frühmorgens fotografieren können. Für Insekten ist morgens grundsätzlich die beste Fotozeit, da sie im Gegensatz zu Vögeln und Säugetieren ihre Körpertemperatur nur mithilfe der Sonne bzw. Wärme regulieren können. Somit haben wir ausreichend Zeit, schon ohne große Naturfotopraxis in die Naturfotografie einzusteigen.

Bild 2: Auf diesem 50 cm x 50 cm kleinen Wiesenstück befinden sich Dutzende von Insekten, von der Größe einer Laus aufwärts! Sogar melkende Ameisen (siehe Ausschnitt)! Mehr zu diesem Bild und den melkenden Ameisen in Teil 5 – Sehen lernen). M

Und wer meint, dazu bräuchte es doch spezielle Makroobjektive und Balgengeräte, Umkehrringe und Aufhellfolien, der hat recht! Aber wer mit der Makro- und damit der Naturfotografie beginnt, sollte sich erst nach und nach dem Konsumrausch hingeben. Zu Beginn reicht ein gutes Objektiv, eine Nahlinse (nicht über 2 Dioptrien = dpt) und ein stabiles Stativ völlig aus.

Und nicht jedem steht ein unbegrenztes Budget zur Verfügung, damit er die teuersten und besten Kameras und Objektive kaufen kann. Obwohl ich auch schon einige Hobbyfotografen getroffen habe, die eine bessere Ausrüstung hatten als mancher Profifotograf. Aber selbst Naturfotografen ohne Geldnot müssen die Bedienung des Equipments und natürlich die Naturfotografie selber erst einmal erlernen. Dabei ist es oft eher hinderlich, von Anfang an zu viele Objektive und Zubehör mit sich herumzutragen. Vielen geht alleine des Gewichtes wegen schon bald die Luft aus und das, bevor er oder sie ein einziges Bild gemacht hat…

Mein Rat: Kamera, ein Zoomobjektiv, eine Nahlinse (natürlich passend für das vorhandene Objektiv) und ein Stativ mit gutem Stativkopf reichen für die ersten Monate der Naturfotografie (mehr dazu in Teil 2 – Equipment).

Ein weiterer Lustzugewinn ist die kabel- oder kabellose Fernsteuerung einer Digitalkamera. Welch fantastische Möglichkeiten sich da bieten, ist bei weitem noch nicht bei jedem Naturfotografen angekommen.

Vielfach ist es uns nun möglich, nicht nur mit einer langen Brennweite und getarnt Tierfotos zu machen, sondern heute ist es uns möglich, mit einem Weitwinkel und getarnt bessere und interessantere Tierfotos zu machen; siehe dazu Bild 3 (mehr zu diesem Thema in Teil 8 – Tiere).

Bild 3: Dieser Buntspecht wurde mit einer kabelferngesteuerten Digitalkamera aus einer Tarnhütte heraus gemacht. Diese Aufnahmetechnik ist eine der neuen fantastischen Möglichkeiten der digitalen Naturfotografie.

1.2 Frust

Natürlich ist auch im Digitalzeitalter nicht alles wie im Paradies. Selbst wenn uns die Digitalfotografie enorme Vorteile gebracht hat, so gibt es auch einige handfeste Nachteile. Bis jetzt gibt es bspw. keine Digitalkamera, die mit starken Kontrasten fertig wird.

Ich bin jedes Mal über das Ergebnis schockiert, wenn ich Motive im Gegenlicht fotografiere (Bild 4). Oder wenn ein Teil des Bildes deutlich stärker beleuchtet wird als der Rest. Um dieses Problem etwas zu beheben, hilft in der Regel nur, das Bild stark unterzubelichten. Dadurch wird aber meine Bildidee zunichtegemacht. Ein Dilemma, welches die Filmnutzer nicht zu beklagen haben.

Denn beim Film haben wir dieses Problem nicht. Daher benutzen auch heute noch einige Naturfotografen und Tierfilmer (und natürlich die großen Kinoproduktionen, nicht nur wegen der Datenmenge einer Digitalfilmkamera!) den guten „alten“ Film.

Bild 4a: Hier das Originalbild einer Mohnwiese im Gegenlicht. Der starke Kontrast ist ein Problem für die Digitalkamera.

Bild 4b: In Bild 5 ist der unten angezeigte Ausschnitt vergrößert dargestellt. Diesen Kontrastunterschied schaffen Digitalkameras nur mit einigen veränderten Einstellungen an der Kamera. M

Bild 5: Hier zeigen sich deutlich die Grenzen einer Digitalkamera. Bei hohem Kontrast werden sehr unschöne zerfließende Flächen abgebildet (in der oberen Bildhälfte in der Mitte, vergleiche dazu die Mohnblüte im Vordergrund): M

Ein weiteres Problem der Digitaltechnik, zumindest bei Kameras ohne Vollformatsensor, ist die Schärfentiefe. Benutzt der Fotograf bspw. ein 100 mm-Objektiv mit eingestellter Blende 16 und befindet sich das Motiv 100 cm entfernt, so beträgt bei einer Nikon D200 die Schärfentiefe 5,76 cm, bei einer Canon 350D 5,48 cm. Bei einem 35 mm Film liegt die Schärfentiefe aber bei 8,66 cm! Im Nahbereich sind diese ca. 3 cm Schärfentiefe weniger schon beachtlich. Beheben lässt sich der Unterschied durch Abblenden. Dies wiederum aber bedeutet eine längere Verschlusszeit. Also alles nicht optimal. (Das Phänomen ist übrigens vom Format des Sensors abhängig, daher gilt für beinahe jede Kamera ein andere Berechnung).

Natürlich gibt es auch bei der Naturfotografie selber ein paar wenig erbauliche Dinge. So musste ich für den Eisvogel (Bild 6) ein Jahr im Voraus planen, dann einen Monat in sumpfigem, etwas aromatisch riechendem Wasser stehen, um dann schließlich auch noch aus dem Tarnversteck herauskommen zu müssen, weil mich jemand entdeckt hatte.

Der „Entdecker“ war ein sehr mitteilsamer Mensch, der einen künstlichen Darmausgang hatte, den er mir auch noch gerne (ungefragt) zeigte…

Bild 6: Trotz einiger unappetitlicher Begleiterscheinungen gelang mir dieses Bild eines Eisvogels.

Überhaupt ist das stundenlange, tagelange und auch wochenlange Ausharren in einem engen, stickigen Tarnzelt nicht jedermans/-fraus Sache. Oft kommen noch nette Stechinsekten hinzu und besonders lustig ist es, wenn nur ein Tarnnetz der Tarnung dient und plötzlich ein gewaltiges Gewitter ausbricht.

Manchmal warte ich jahrelang auf ein bestimmtes Motiv, welches ich immer wieder gesehen habe. Von dem ein Foto aber erst nach langer, oft vergeblicher Wartezeit gelingt.

Und es kann unglaublich viel passieren, damit ein Foto misslingt: Sonne plötzlich weg; eine Schulklasse stürmt meinen „stillen“ Fotoplatz; Akku leer; Speicherkarte voll; AF zu langsam; Motiv zu weit weg; Motiv zu nah; zu dunkel; zu hell; Motiv wird plötzlich von einem Artgenossen angegriffen; will nur kurz etwas trinken, in dem Moment taucht das Motiv auf und ist genau dann weg, wenn ich den Auslöser drücken will; das Motiv erscheint nicht, aber ein anderes interessantes Objekt erscheint auf der Bildfläche; in dem Moment, in dem ich das neue Motiv fotografiere, erscheint das ersehnte Motiv…

Dennoch, in der Natur zu sein und Tiere und Pflanzen beobachten und fotografieren zu können, auch wenn es nur eine gute Aufnahme im Monat sein sollte, entschädigt mich jedes Mal für endloses Warten und technische Probleme!

1.3 Geselligkeit oder Einsamkeit?

Ab und zu rate ich den Singles in meinem Bekanntenkreis, sich eine Spiegelreflexkamera mit einem langen Objektiv zu kaufen. Die Kamera auf ein Stativ zu setzen und sich irgendwo an einem belebten Ort hinzusetzen und das Fotografieren zu simulieren. Garantiert dauert es keine 5 Minuten, bis ein Passant den Drang verspürt, sich der Kamera zu nähern und ein Gespräch über die Technik, das Motiv und über die Person hinter der Kamera zu beginnen. Es besteht beinahe eine Garantie, schnell viele nette Leute kennenzulernen. Das Singledasein kann in wenigen Tagen der Vergangenheit angehören.

Und, wenn das Fotografieren an erster Stelle steht, begibt sich der Fotograf in einen Fotoklub. Dort trifft er natürlich Gleichgesinnte, die alle auf seiner oder ihrer Wellenlänge liegen. Schnell kann sich daraus ein eingefleischter Kern bilden, der jedes Wochenende auf die Pirsch geht. Es macht viel mehr Spaß, in einer Gruppe zu fotografieren, als sich immer nur alleine durch die „Wildnis“ zu schlagen (in Teil 1.7 finden Sie ein paar Angaben zu Fotogruppen).

Für den sehr ambitionierten Naturfotografen wird aber die Einsamkeit an erster Stelle stehen. Alleine schon deshalb, weil sich nicht immer zu jeder Zeit ein Bekannter findet, der mit zum gleichen Fotoplatz kommen möchte. Aber auch beim Fotografieren scheuer Tiere ist es oft sinnvoll, alleine zu pirschen oder alleine in einem Tarnzelt zu sitzen. Denn zu zweit oder dritt ist der Reiz, sich zu unterhalten groß. Dadurch sinkt nicht nur die Aufmerksamkeit. Auch empfindliche Tiere werden durch den „Lärm“ auf die Tarnung aufmerksam und erscheinen erst gar nicht. Diese Einsamkeit ist nicht für jeden ganz leicht zu ertragen. Ich schätze, dass ich bei 90 % meiner Aufnahmen völlig alleine bin.

1.4 Von Birdern, Ornis und anderen unbekannten Spezies

Wer mit der Naturfotografie beginnt, sollte nicht gerade als Erstes versuchen, in Schweden in einem schwankenden Boot sitzend einen jagenden Fischadler in Aktion zu fotografieren.

Besonders Naturfotografen mit Kindern sollten die Chance nutzen, die ganze Familie in ihr Hobby einzubeziehen. Dazu bieten sich eine Reihe von Möglichkeiten direkt vor der Haustür. Besonders im Frühjahr und Herbst bieten diverse Naturschutzvereine (die Termine stehen regelmäßig in der Tagespresse oder im Wochenanzeiger) Wanderungen zu den schönsten Landschaften an. Vom Wissen der Ornithologen (auch „Ornis“ genannten Experten) kann ein angehender und auch gestandener Naturfotograf eine Menge lernen. Auf diesen Wanderungen erfährt der Teilnehmer nämlich nicht nur, wie ein Tier oder eine Pflanze heißt, sondern auch, was für uns Fotografen natürlich sehr wichtig ist, wo wir diese Tiere und Pflanzen finden! Und vielleicht entwickelt sich sogar eine Freundschaft mit einem der Ornis. Damit erhöht sich die Chance, auch einmal an seltenere Tiere herangeführt zu werden. Als Belohnung schenke ich in diesen Fällen den Vereinen immer ein paar Bilder des gezeigten Motivs. So profitieren beide Seiten von unserer Kooperation.

Und alles zusammen mit der Familie zu verbinden, lässt die Aussicht auf ein neues Objektiv deutlich verbessern…

Ach ja, und die Birder!

Birder sind Menschen, die die ganze Welt bereisen. Ihr Ziel ist es, an einem Tag so viele verschiedene Vogelarten wie möglich zu entdecken. Der Gewinner bekommt zwar keine Medaille, ist aber in Kreisen der Birder der virtuelle König. Sollte ein Naturfotograf einmal auf einen dieser Menschen treffen, kann ich nur raten, ihn oder sie vom weiteren Beobachten abzuhalten und stattdessen zu fragen, wo welche Vögel wann gesehen wurden. Da Birder immer auch auf (für Normalmenschen) seltene Vögel pirschen (dies aber immer nur mit dem Fernglas), kann schon einmal ein spektakulärer Tipp darunter sein.

Und schließlich gibt es praktisch in jedem Dorf und in jeder Stadt einen Vogelschutzverein. Ihm beizutreten bringt auch der ganzen Familie einen Gewinn. Denn diese Vereine organisieren oft Reisen an tierreiche Orte. Die Reisen sind nicht nur sehr günstig, sondern der Fotograf kann dort auch in geselliger Runde ein weiteres Mal der Einsamkeit entkommen.

1.5 Ethik in der Naturfotografie

Die Ethik ist für mich eines der wichtigsten Themen in der Naturfotografie. Wie schon zu Beginn geschrieben, ist die Nestfotografie ein kritisches Thema. Für einen wirklich erfahrenen Naturfotografen überhaupt kein Problem, bedeutet es oft das Ende einer Brut, wenn ein Anfänger sich diesem Thema widmet.

Aber es gibt ja noch ganz andere Dinge, die einem Naturfotografen sehr schaden können. Dies ist vor allem die unwissentlich oder wissentlich falsche Deklarierung von Naturbildern.

Gerade aktuell ist bei einem großen deutschen Naturfotografenwettbewerb durch manipulierte Naturfotos ein großer Wirbel entstanden. Wegen des immer leichter werdenden Bearbeitens von Bildern sind einige Bilder, die schon platziert waren, aus dem Wettbewerb ausgeschlossen worden. Dabei stört mich persönlich gar nicht so sehr, dass die Jury dies nicht früher bemerkt hat. Ich finde es einfach nur unerträglich, dass diese Fotografen es offensichtlich nicht schaffen, außergewöhnlich gute und unmanipulierte Bilder zu fotografieren. Dabei ist gegen bearbeitete Bilder grundsätzlich gar nichts einzuwenden. Dann muss aber bitte unter dem Bild deutlich der Hinweis auf eine Manipulation erscheinen. Dies ist für mich Ethik und in der Naturfotografie unabdingbar. Denn ein Naturfotograf muss versuchen, das natürliche Verhalten eines Tieres zu dokumentieren und dies in seiner natürlichen Umgebung. Ohne jede Beschönigung. Mir persönlich ist ein Bild viel lieber, wenn das Bild kleine „Unreinheiten“ hat. Wie z. B., wenn ein Ast etwas ungünstig hängt oder ein Grashalm zu hell leuchtet. Und was gar nicht geht, ist, eine Pflanze herauszurupfen, um diese an einen Ort hinzustellen, damit der Hintergrund schön ruhig und einfarbig ist. Diese unerhörte Art der Naturfotografie ist in der heutigen Zeit mit nichts zu entschuldigen.

Bei einem Treffen von professionellen Fotografen mit dem Chefredakteur und einem Bildredakteur vom Stern wurde dieses Problem vor einem Jahr ausführlich besprochen. Werden dem Stern manipulierte Bilder vorgelegt, egal wie viel manipuliert wurde, bekommt der Fotograf ein lebenslanges Arbeitsverbot beim Stern. Dort ist man der Meinung, dass nur so die seriöse Berichterstattung weiterhin eine Chance hat. Denn mit manipulierten Bildern schadet der Fotograf ja nicht nur sich selber, sondern gefährdet den Verkauf einer Auflage der Zeitschrift und damit vielleicht sogar Arbeitsplätze. Kurzfristiges Profitdenken hat in der Fotografie zum Glück ein paar Gegner.

Es gäbe noch einiges zu diesem Thema zu schreiben. Aber ich denke, die Leser verstehen, worauf es mir ankommt. Daher werden unter meinen Bildern folgende zusätzliche Buchstaben erscheinen:

C für Bilder, die Tiere oder Pflanzen zeigen, die von Menschen zur Schau gestellt werden. Dies sind u. a. Zoos, Gehege oder Botanische Gärten. Tiere, die sich aus freien Stücken in den vorgenannten Parks befinden, bekommen kein C zur Bildunterschrift. C steht für „captive“ = gefangen.

M für Bilder, denen ein Teil zugefügt oder weggenommen wurde, für Doppelbelichtungen und Sandwichs und für Ausschnitte, die mehr als je 10 % der Breite und Höhe des Originalbildes beschneiden (dies entspricht ca. dem Ausschnitt, der von einem Dia mit Diarahmen entsteht). M steht für „manipuliert“.

Zulässig sind für mich folgende Bearbeitungsschritte: im RAW-Format der Weißabgleich, Farbmoiré-Reduzierung, Staubentfernung und die Korrektur der chromatischen Aberration und zur Bildoptimierung (dies entspricht beim analogen Fotografieren der Filmauswahl) Scharfzeichnung, Kontrast, Farbsättigung. Dies bedeutet nicht, dass bei mir alle Bilder so behandelt werden. Mindestens 80 % der Bilder bearbeite ich nur mittels Weißabgleich und Scharfzeichnung.

1.6 Über den Autor

Ich gehöre noch zur Generation, die mit den Tierserien von Heinz Sielmann (Expedition ins Tierreich) und von Bernhard Grzimek (Ein Platz für Tiere) aufgewachsen ist. Zusätzlich gehören aber auch die „neuzeitlichen“ Tierfilmer Ernst Arendt und Hans Schweiger (Tiere vor der Kamera) zu denjenigen, die mich immer wieder bestätigten, Naturfotograf zu werden. Besonders Arendt und Schweiger, die sich verpflichtet haben, nur frei lebende Tiere zu filmen, gelten heute für mich als Orientierung und Maßstab.

Bild 7: Oftmals reicht schon ein Tarnnetz aus, um Vögeln nahe zu kommen. Hier fotografiere ich überwinternde Vögel am Rhein.

Seit 1998 fotografiere ich auf professioneller Basis und seit 2002 bin ich hauptberuflicher Naturfotograf. Im Moment wohne ich in der Nähe von Freiburg im Breisgau, genauer gesagt in Efringen-Kirchen. Als Düsseldorfer weiß ich die hier vorhandene Natur (Schwarzwald, Rhein, Vogesen, Nordjura und als Krönung den Kaiserstuhl) sehr zu schätzen.

Aber mich treibt es auch immer einmal in die weitere Ferne. Aktuell fotografiere ich viel in Spanien.

Bild 8: Ein Rudel der seltenen Spezies „Naturfotografen“.

Mir ist es wichtig, beim Beobachten oder beim Fotografieren ein Teil der Natur zu sein, um so wenig wie möglich zu stören. Dazu gehört sehr oft ein Tarnversteck. Wobei die Tarnung nicht nur wegen der Tiere sinnvoll ist, sondern auch wegen der Menschen …

Wichtigste Ausstellungen

– März 2001 bis Mai 2001 Bilder aus dem Jahr 2000 zum Buch „Atem des Jahrtausends“ der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) in Efringen-Kirchen

– 28. November 2003 bis zum 29. Februar 2004 Gemeinschaftsausstellung „Von Angesicht zu Angesicht“ in Berlin

– 8. bis 23. Mai 2004 Gemeinschaftsausstellung „Lebensraum Wald“ in Münsingen (Schweiz) mit dem NFS (Naturfotografen Schweiz)

– 13. Mai bis 10. Juli 2005 begleitende Foto-Ausstellung zu meinem Bildband „Grenzenlose Natur“ in Lörrach, Museum am Burghof

Veröffentlichungen und Aufträge
WWF-Magazin Deutschland; PRO NATURA Schweiz; Nikon: Workshops und Homepage; GDT-Buch „Atem des Jahrtausends“; Veröffentlichungen in diversen Zeitungen, Zeitschriften und Kalendern; Bildband „Grenzenlose Natur“; Naturfotografielehrbuch „Natur- und Tierfotos“; Werbeaufnahmen für Industrieunternehmen; Wanderbroschüre für das TRUZ (Trinationales Umweltzentrum Weil a. R.); monatliche Kolumne in der Badischen Zeitung (Text und Bild)

Bereiste Länder

Ecuador, Galapagos, Venezuela, Marokko, Polen, Schweiz, Spanien, Frankreich, USA

Fotografische Schwerpunkte

– Natur und Leben im Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich

– Beziehung von Mensch und Natur

– Lebensräume aus zweiter Hand

– Spanien

Sonstiges

– Fotoworkshops

– Fotoexkursionen

– Lehrgänge zur analogen und digitalen Fotografie

Bücher

Grenzenlose Natur

Verborgene Schätze der RegioTriRhena

TriRhena – ein Begriff, der vielleicht noch nicht allen geläufig ist. Was sich aber dahinter verbirgt, ist die Bezeichnung für eine einzigartige Landschaft, die die drei Länder Deutschland, Schweiz und Frankreich verbindet. Die Natur mit ihrer Vielfalt der Fauna und Flora kümmert sich nicht um Grenzen, die von Menschen festgelegt worden sind. Sie bietet Wanderern und Fotografen Kostbarkeiten, die tatsächlich noch vielfach unbekannt sind. Ihnen ist dieser Bildband gewidmet, der gleichzeitig einlädt zur Entdeckungsreise in eine Region, die quasi vor unserer Haustür einen Reichtum entfaltet, der fasziniert.

Das Geheimnis beeindruckender Natur- und Tierfotos

Intensivkurs für die digitale Fotografie

Dieser praxisorientierte, reich illustrierte Intensivkurs verhilft Ihnen dazu, das Potenzial Ihrer digitalen SLR-Kamera endlich auch im Bereich Natur- und Tierfotografie voll auszuschöpfen.

Ausgehend von einer professionellen Analyse eindrucksvoller Beispielbilder – mit Skizzen zum Bildaufbau und ausführlicher Erläuterung – wird das Basis-Know-how brillanter Aufnahmen anschaulich vermittelt. Wichtige Bildgestaltungsmöglichkeiten werden durch die Gegenüberstellung gelungener und weniger gelungener Fotos leicht nachvollziehbar illustriert. Darüber hinaus erfahren Sie aus erster Hand das Wesentliche über die elementaren Aufnahmetechniken der Natur- und Tierfotografie (Belichtung, Schärfentiefe, Weißabgleich und passende Datenformate). Abgerundet wird das einmalige Werk durch Profitipps zur gekonnten Bildnachbearbeitung am PC sowie zur beeindruckenden Präsentation Ihrer Meisterwerke.

1.7 Literatur und Links zum Thema Natur

BÜCHER

Nicht alle Bücher sind noch lieferbar, daher auch in Antiquariaten nachschauen. Siehe auch Linkliste weiter unten.

Säugetiere, H. Hofmann, GU Verlag, Lizenzausgabe Deutscher Bücherbund
Handlicher Naturführer, der die wichtigsten Säugetiere Europas behandelt.

Die Kosmos Vogel Enzyklopädie, P. Hayman und R. Hume, Kosmos-Verlag, ISBN 3-440-09581-9
Bis zu 20 Abbildungen pro Vogelart erleichtern die Bestimmung eines Vogels, welcher in Europa vorkommt, ganz erheblich. Dieses Buch im DIN-A4-Format lädt vor allem zu Hause ein, in ihm zu blättern. Bestens für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet.

Der neue Kosmos Vogelführer, Svensson und andere, Kosmos Verlag, ISBN-13: 13-978-3-440-07720-7
In diesem Feldführer werden 758 Vogelarten aus ganz Europa beschrieben. Im Moment das führende Vogelbestimmungsbuch für unterwegs. Für den Anfänger nicht immer ganz leicht anzuwenden.

Pareys Reptilien- und Amphibienführer Europas, Arnold/Burton, Parey Verlag, ISBN3-490-00718-2
Sehr ausführlicher Führer, mein Favorit seit 1983!

Welche Kaulquappe ist das?, F. Berninghausen, NABU Verlag, ISBN 3-925815 252
Innovatives kleines und handliches Bestimmungsbuch. Wasserdicht! Alle in Mitteleuropa vorkommenden Amphibien werden behandelt. Mit allen wichtigen Entwicklungsstadien der Tiere, leider werden die Eierpaket/-schnüre nicht abgebildet. Exzellent auch für Kinder geeignet.

Tagfalter, H.J. Weidemann, Naturbuch-Verlag, ISBN3-89440-115-X
Standardwerk zum Thema Tagfalter Europas, wegen seines Gewichtes etwas ungünstig, um damit in freier Natur Schmetterlinge zu bestimmen. Die Falter werden durch Fotos dargestellt.

Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, T. Tolman/R. Lewington, Kosmos Verlag, ISBN 3-440-07573-7
Ähnlich gut wie der „Weidemann-Führer“. Aber anstelle von Fotos werden hier Zeichnungen für die Darstellung die Falter verwendet. Recht schweres Buch.

Nachtfalter, H.J. Weidemann, Naturbuch-Verlag, ISBN 3-89440-128-1
Standardwerk zum Thema Nachtfalter Europas, wegen seines Gewichtes etwas ungünstig, um damit in freier Natur Motten und Co. zu bestimmen. Die Falter werden durch Fotos dargestellt.

Der Kosmos Käferführer, Harde/Severa, Kosmos Verlag, ISBN3-440-05862-X
Handlicher Naturführer über Käfer. Natürlich sind bei Weitem nicht alle Käferarten abgebildet (ca. 1000 von 8000). Dennoch bei den häufigeren Arten hilfreich.

Der Kosmos Libellenführer, H.Bellmann, Kosmos Verlag, ISBN 13: 978-3440106167
Im Moment gibt es wenige Alternativen zu diesem Führer. Er hat aber einige Schwächen, so z. B die geblitzten Aufnahmen. Dadurch lassen sich die Libellen nicht immer eindeutig bestimmen. Außerdem sind bei Weitem nicht alle Libellen Europas erfasst.

Heuschrecken, H. Bellmann, Naturbuch Verlag, ISBN3-89440-028-5
In diesem Band werden hauptsächlich die Heuschrecken Mitteleuropas durch geblitzte Fotos dargestellt. Dadurch ist die Bestimmung der Tiere nicht immer ganz einfach.

Bienen, Wespen und Ameisen, H. Bellmann, Kosmos Verlag, ISBN3-440-06932-X
Recht gutes Einstiegswerk in dieses Thema. Leider werden bei Weitem nicht alle Arten Europas abgebildet. Die Fotos sind durchweg gut. Außerdem lernt der Leser Interessantes zur Biologie der angesprochenen Arten.

Die Bäume Europas, K. Rushforth, Kosmos verlag, ISBN3-440-09907-5
Lustiger kleiner Band mit noch kleinerer Schrift. Aber sehr gute Abbildungen und eben wegen der Kleinheit gut mit in die Natur zu nehmen.

Exkursionsflora, Werner Rothmaler, Volk und Wissen Verlag GmbH, ISBN 3-06-012557-0
Vierbändiges Standardwerk zur Bestimmung von Pflanzen. Nicht unbedingt etwas für den Anfänger, aber unentbehrlich für den fortgeschrittenen Naturfotografen. Gerade noch so handlich, dass die 4 Bände mitgenommen werden können.

Flora Helvetica, K. Lauber/G. Wagner, Haupt Verlag, ISBN 3-258-05405-3
Standardwerk für die Pflanzen der Schweiz. Alle (!) Pflanzen der Schweiz werden in Farbfotos dargestellt, inkl. einem Extraband mit Bestimmungsschlüssel. Sehr viele der Pflanzen kommen auch im restlichen Mitteleuropa vor, daher diese Empfehlung. Allerdings ein sehr schwergewichtiges Buch!

Pilze, E. Garnweidner, GU Verlag, ISBN3-7742-2216-9
Handliches Buch zum Mitnehmen. Die wichtigsten Pilze sind durch (leider oft geblitzte) Fotos dargestellt. Für Pilzesser werden auch giftige und ungiftige Pilze bezeichnet.

Tierspuren, Bang/Dahlström, BLV, ISBN 3-405-15846-X
Für mich das Standardwerk zur Bestimmung von Fährten, Fraßspuren, Losung und Gewölle. Auf über 250 Seiten werden, besonders wenn der Fotograf mit Kindern unterwegs ist, faszinierende Einblicke in das Tierreich gegeben, ohne dass ein Tier zu sehen ist.

LINKLISTE

Naturschutzorganisationen, die regelmäßig Führungen anbieten:

www.wwf.de

www.nabu.de

www.bund.net

www.pronatura.ch

Neueste Neuigkeiten über Vogelbeobachtungen:

www.birdnet.de

Wer einmal live bei der Aufzucht von Turmfalken dabeisein möchte:

www.nvl.ch

Zum Üben: die Wildgehege/Schmetterlingsparks in D/CH/A:

www.wildgehege-verband.de

www.wildgehege-verband.at

www.infozentralschweiz.ch/zoo.htm

www.schmetterling-raupe.de/gaerten.htm

Bücher aus dem Antiquariat:

www.booklooker.de

www.abebooks.de

www.zvab.com/index.do

Deutschsprachige Naturfotografenvereinigungen:

www.gdtfoto.de

www.naturfotografen.ch

www.vtnoe.at

Über den Autor:

Seit seinem 6. Lebensjahr stand für Ingo Seehafer fest, dass er Naturfotograf werden würde. Die Faszination immer neuer Motive und der Reiz, sich sowohl getarnt als auch ungetarnt einem freilebenden und wilden Tier zu nähern, hat bei ihm bis heute die Begeisterung an der Naturfotografie erhalten. Als freischaffender Fotograf hat er sich besonders auf Themen um seinen Wohnort herum spezialisiert. Mit dem Rhein, dem Schwarzwald, dem Kaiserstuhl, dem Elsass und natürlich der Schweiz bieten sich für Seehafer beinahe täglich neue Sujets. Sein aktuelles Projekt behandelt die Tier- und Pflanzenwelt der Costa Brava in Spanien.

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